Was ist Demenz?

1. Demenz als Oberbegriff

Demenz ist ein Oberbegriff für Krankheitsbilder, die mit einem fortschreitenden Verlust bestimmter geistiger Funktionen wie Denken, Orientierung und Lernfähigkeit, Sprache, Auffassung und Urteilsvermögen einhergehen und zu Einschränkungen in der Alltagsbewältigung führen.

Typische Symptome sind:

Störungen des Gedächtnisses:

  • Aufnahme und Wiedergabe neuer Informationen,(Kurzzeitgedächtnis)
  • Verlust früh erlernter und vertrauter Inhalte (Langzeitgedächtnis)
  • Fähigkeit zu vernünftigem Urteilen

Störungen des Denkvermögens:

  • Beeinträchtigung der Informationsverarbeitung

Störungen der emotionalen Kontrolle:

  • Motivation, verändertes Verhalten und Persönlichkeitsveränderungen.

Weitere mögliche psychische Symptome können Depression, Angst, Aggression und Unruhe, Wahnvorstellungen und Paranoia sein.

Es liegt keine Bewusstseinsstörung vor.

Die Symptome müssen länger als 6 Monate andauern

Das Risiko an einer Demenz zu erkranken steigt mit dem Lebensalter, es gibt einen hohen Altersbezug. Seltener, aber auch, erkranken jüngere Menschen vor dem 60. Lebensjahr. Die genaue Ursache ist trotz großer Forschungsanstrengungen noch immer nicht bekannt.

2. Primäre Demenz

Primäre Demenz – das Gehirn ist direkt erkrankt. Dazu gehören:

  • Neurodegenerative Erkrankungen (Alzheimer-Demenz, Lewy-Body-Demenz, Parkinson, Frontotemporale Demenz)
  • Vaskuläre Demenz (Multiinfark-Demenz, zerebrovaskuläre Insuffizienz)
  • Mischformen (Neurodegenerativ und Vaskulär)

3. Sekundäre Demenzen

Sekundäre Demenzen sind durch andere Erkrankungen verursacht:

  • Schilddrüsenfunktionsstörung
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Mangelerscheinungen (Vitamin B 12, Flüssigkeitsverlust, Austrocknung)
  • Depression (Pseudodemenz) und Stress

Für die Auswahl geeigneter Therapieformen und für den richtigen Umgang mit den Betroffenen ist eine frühe und exakte Diagnose wichtig. Gerade bei Alzheimer gilt: Je früher eine medikamentöse Behandlung beginnt, desto größer sind die Aussichten auf eine Verzögerung der Krankheit und desto mehr Lebensqualität gewinnen die Erkrankten und ihre Angehörigen.

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