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Alzheimer Krankheit - StadienDie Alzheimer Krankheit wurde nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt. Er beschrieb 1907 die Symptome und die typischen Veränderungen im Gehirn. Durch den fortschreitenden Abbau von Zellen schrumpft die Hirnsubstanz, die Windungsfurchen und Kammern erweitern sich. Charakteristische neuropathologische Veränderungen sind die neurofibrillären Knäuel in den Zellen und die senilen Plaques, das sind Ablagerungen von Eiweißspaltprodukten, zwischen den Zellen. Beide behindern die Versorgung und die Aktivitäten der Nervenzellen und führen zu deren Untergang. Ein weiteres Kennzeichen der Krankheit ist der Mangel an Acetylcholin, einem Botenstoff, der besonders für die Informationsübertragung im Bereich der Gedächtnisleistungen verantwortlich ist. Es ist sowohl die Produktion von Acetylcholin eingeschränkt als auch seine Wirkungsvielfalt in der Hirnrinde durch den Untergang der Übertragungsstellen (Synapsen) zwischen den Zellen. So wird verständlich, dass Alzheimer-Kranke aufgrund des stetigen Abbaus von Hirnsubstanz und des verminderten Informationsflusses mit einer zunehmenden Verlangsamung von Denk- und Handlungsabläufen zu kämpfen haben. FrühstadiumDer Krankheitsverlauf ist ein fortschreitender Prozess mit stabilen
Intervallen. Im Frühstadium zeigt sich eine beginnende geistige
Leistungsminderung bewusstseinsklarer Menschen. Vergesslichkeit und
Orientierungsschwäche werden merkbar. Beeinträchtigungen der Sprache
äußern sich in Wortfindungsstörungen, dem Unvermögen einem Gespräch
zu folgen, Verständnisschwierigkeiten bei abstrakten Begriffen und Sprichwörtern. Es wird schwierig, sich an kurz zurückliegende
Ereignisse zu erinnern und komplexe Handlungsabläufe durchzuführen.
Frühere Interessen verlieren an Bedeutung, Vitalität und Antrieb sind
gemindert, raschere Ermüdbarkeit tritt auf. Den Erkrankten mangelt es
auch an Urteilsvermögen, sie gehen Entscheidungen aus dem Weg, meiden
den Umgang mit Menschen, ziehen sich zurück. Ihre allgemeine
Verunsicherung macht sie misstrauisch und launisch auch der eigenen
Familie gegenüber. Krankheitsbewusstsein ist vorhanden, wird aber
verdrängt. Die Kranken bemerken ihre Defizite und reagieren mit
Aggression oder Depression. Eine selbständige Lebensführung ist noch
möglich. Die Fahrtauglichkeit ist eingeschränkt. Mittleres StadiumVerstärkung der Defizite, ausgeprägte Störungen des
Gedächtnisses, der Sprache, der Orientierung, Weglaufen und Verirren,
starke Leistungsschwankungen, Unruhe, Aggressivität, beginnende
Inkontinenz, massive Hilfe im Alltag notwendig . Spätstadiumstarker geistiger Abbau, hohe Pflegebedürftigkeit, vollständige
Abhängigkeit von der Betreuungsperson, Inkontinenz, Schluckstörungen. © Alzheimer Angehörige Austria, alle Angaben ohne Gewähr. |
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